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„Jauchzet dem Herrn, alle Welt“, eine Vertonung des Psalm
100 von Felix Mendelssohn Bartholdy, war ein Teil der
musikalischen Einlagen im Sonntagsgottesdienst um 11:00
Uhr im Dom zu Eisenstadt, mit denen die Sängerinnen und
Sänger des Oratorienchors unter der Leitung von Christine
Gampl die Liturgie mitgestalten durften. Die Darbietung
der mit dem Domorganisten eng abgestimmten Auswahl
weiterer Werke dieses Komponisten und des „Lobe den
Herren, meine Seele“ im Satz von Nicolas Clérambault war
aber nicht der einzige Höhepunkt.
Während der dreitägigen Reise stand zwar in Eisenstadt
noch die Besichtigung des Doms, der Besuch des Haydn-Grabs
und des Schlosses Esterházy auf dem Programm, aber das
Wichtigste für den Chor war der Gesang. Schon auf der
Hinfahrt im Benediktinerkloster Seitenstetten erklang in
der Klosterkirche – sehr zur Freude des dortigen
Fremdenführers – das „Lobe den Herren, meine Seele“, und
diese „Sonderproben“ sollten sich, mit wechselnden
Stücken, in den Kirchen in Eisenstadt und in der Kapelle
von Schloss Esterházy wiederholen.
Aber auch Kultur und Geselligkeit kamen auf der Reise nicht
zu kurz! Ein Heurigenabend in Rust am Freitagabend, der
Besuch von „Rigoletto“ im Steinbruch von St. Margarethen und
– parallel dazu – von Franz Léhars Operette „Der
Vogelhändler“ in Mörbisch am Samstagabend, sowie eine
Schifffahrt auf der Donau durch die Wachau von Dürnstein
nach Melk am Sonntagnachmittag rundeten das Programm ab.
Etwas müde, aber voll mit neuen Eindrücken und der Vorfreude
auf die kommende Probensaison ging die Reise am späten
Sonntagabend zu Ende.
[Text: Jürgen Erkens] |